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 Selbsthilfe

     

Inhalt:

Ist Selbsthilfe möglich?
Wie helfe ich mir selbst
Denken Sie um
Was hat die Vorstellungskraft mit der Depression zu tun?
Die Grübelsucht
Positives Denken
Wie funktioniert “positives Denken”?
Die Grundregeln zum positiven Denken
Das Positiv-System
Fazit

 

     

Ist “Selbsthilfe” möglich?

Oft genug bekommen wir zu lesen, das eine Selbsthilfe bei der Depression nicht möglich ist. Dem muß ich “zustimmen” aber gleichzeitig auch “wiedersprechen”. Denn die entscheidende Frage ist hier, was der einzelne unter “Selbsthilfe” versteht.

Sie können darunter verstehen, daß Sie sich “ganz auf sich alleine gestellt” helfen, aber auch daß Sie sich “unter fachmännischer Leitung - selbst helfen”.

Ich will es hier ganz klar zum Ausdruck bringen:

Eine Selbsthilfe ohne fachärztliche Unterstützung ist sehr gefährlich. Dieses Risiko sollte kein Mensch eingehen. Der Depressive braucht einen Neurologen oder einen Therapeuten, der ihm zur Seite steht, der den Krankheitsverlauf überwacht und der sofort eingreift wenn ein Fehler passiert.

Auch wenn es unzählige Selbsthilfebücher und Infoseiten im Netz gibt, sollten Sie sich nicht alleine darauf stützen. Auch meine Seiten sollen und können nur eine Anregung sein, an der Sie sich orientieren können. Sie können aber niemals eine fachliche Unterstützung ersetzen.

Ich persönlich betrachte jede Depression als eine eigenständige Krankheit. Jeder Mensch ist eine einmalige Persönlichkeit auf dieser Welt. Das alleine läßt schon jede Depression anders verlaufen, wenn auch einige Grundzüge gleich sind. Selbst ein guter Neurologe oder Therapeut, kann seine Patienten nicht alle gleich behandeln. Er muß sein Behandlungsschema auf jeden seiner Patienten anpassen. Er kann nicht nach Schema F, alle Patienten gleich behandeln. Das ist auch der Grund, warum ich jedem Leser meiner Page die Möglichkeit biete, mir seine Fragen persönlich zu stellen, denn dann kann ich gezielter auf sein Problem eingehen. Näheres dazu auf der Seite “Fragen”.

Meine Seiten weichen etwas von der Norm ab, da ich nur praktische Erfahrungen wiedergebe, die sich teilweise mit der Schulmedizin nicht decken, und deshalb sollten Sie sich mit Ihrem Arzt absprechen wenn Sie etwas ausprobieren. Wobei dies nun nicht nur meine Tips betrifft.

Wie helfe ich mir selbst

Wie Sie bereits weiter oben erfahren haben, müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen, wenn Sie der Depression entfliehen möchten. Medikamente, ärztliche Behandlung, Therapie und evtl. eine Kur sind wichtige Behandlungsfaktoren bei der Depression auf die in der Regel nicht verzichtet werden kann. Den Hauptteil aber müssen Sie selber leisten. Der Arzt kann Ihnen nur den Weg zeigen den Sie gehen müssen aber gehen müssen Sie diesen Weg, das kann Ihnen keiner abnehmen.

Die Depression ist eine so vielseitige Krankheit, daß keiner so recht weiß wo er anfangen soll oder was er zuerst tun sollte. Darum erhalten Sie im Folgendem einige Tips darüber was Sie auf alle Fälle zur Genesung beitragen müssen.

Die Depression setzt sich aus einer Vielzahl von nicht verarbeiteten Erlebnissen und Erfahrungen zusammen. Das ganze beginnt, so gut wie ohne Ausnahmen, bereits in der Kindheit. Das kann eine schlechte Kindheit genauso sein wie eine falsche Erziehung. Schlechte Erfahrungen im zwischenmenschlichen Bereichen tragen genauso bei wie Todesfälle oder sonstige schwere Schicksalsschläge. Aber auch das grundlegende Benehmen des Menschen selbst wirkt mit an der Entstehung einer Depression bei. Bei der Analyse der Depressiven kann man feststellen, daß fast alle den gleichen Lebensfehler haben.

Sie können nicht nein sagen, sie tun alles für die anderen nur nichts für sich selbst. Sie machen immer eine gute Mine zum bösen Spiel. Sie geben alles und bekommen nichts, obwohl sie nur deshalb alles geben weil sie dafür etwas zurückbekommen möchten. Teilweise ist ihnen diese Handlungsweise selber gar nicht bewußt. Sie kämpfen um Anerkennung, um Liebe und Zuneigung und können sie nirgends finden aber sie machen trotzdem weiter, bis sie letztendlich von der Depression gebremst werden. Wenn Sie sich selbst gegenüber ehrlich sind und darüber einmal nachdenken werden Sie feststellen, daß Sie in einigen Punkten ähnlich gehandelt haben.

Sie wissen es ganz genau und trotzdem handeln Sie nicht danach. Liebe, Anerkennung, Respekt, Gesundheit und ein gutes Leben kann man sich nicht kaufen. Jeden einzelnen dieser Punkte muß man sich verdienen. Immer mehr Frauen, aber auch Männer, gehen zum Schönheitschirurgen. Sie lassen sich die Brust vergrößern, Liften oder das Fett absaugen. Alles unter dem Deckmäntelchen des selbst nicht Gefallens. In Wirklichkeit ist es nur das mangelnde Selbstvertrauen das die Frauen/Männer zu diesem Schritt treibt. Sie glauben fest daran, daß sie dann begehrenswerter, liebenswerter sind und vergessen dabei, daß es in keinster Weise auf das optische Aussehen ankommt sondern auf die persönliche Ausstrahlung, auf die Art und Weise wie sich der Mensch gibt. Es läßt sich ganz leicht erkennen wo bei dieser Handlungsweise der Fehler liegt. Solche Menschen haben eine falsche Denke, sie leben in einer Traumwelt und dies ist ihnen meist gar nicht bewußt, sie wundern sich letztendlich darüber warum die ganze Operation nichts genützt hat. Warum sie nicht mehr Zuneigung bekommen, warum sie trotzdem nicht den richtigen Partner finden usw.

Denken Sie um

Das Hauptziel einer Depressionsbehandlung muß also darin liegen die Denke des Kranken zu ändern. Da der Depressive aufgrund seiner falschen Denke in ein falsches Leben getrieben wurde heißt das eigentlich, daß er sein ganzes Leben neu lernen muß. Gehen, sprechen, rechnen und viele weitere Grundelemente des Lebens kann er, aber alles andere muß er neu lernen. Angefangen vom Umgang mit anderen Menschen wie auch den Umgang mit sich selbst. Schlicht: Sie müssen den Umgang mit unserer Welt komplett neu lernen und dazu müssen Sie umdenken. Das aber geht nicht ganz so leicht wie man sich das vielleicht vorstellt. Denn um ein komplettes Leben umzukrempeln muß eine wichtige Voraussetzung erfüllt sein: „Man muß einen plausiblen Grund dafür haben“.

Der plausibelste Grund für den Depressiven ist die Krankheit selbst. Ohne umzulernen kann er nicht gesund werden, da er ja laufend die gleichen Fehler weiter begeht die letztendlich zu seiner Krankheit geführt haben. So kann er zwar seinen Berg auf der einen Seite abtragen aber auf der anderen Seite kommt laufend neues hinzu, so daß er mit dem Abtragen nie fertig werden kann. Um aber von seinem Berg etwas abtragen zu können, muß man auch anfangen. Man muß an sich arbeiten denn nur wer an sich arbeitet und sich ändert, der kann der Depression entfliehen.

Viele Depressive machen den gleichen Fehler, der sie letztendlich nicht weiter bringt. Sie hören sich die Argumente des Arztes an, erkennen teilweise sogar, daß der Neurologe recht hat und geben dies auch zu. Nur umsetzen tun sie es nicht. Sie beginnen nicht damit, an den erkannten Fehlern zu arbeiten um sie künftig zu vermeiden. Es kann keinem Menschen etwas nutzen, wenn der Arzt einen Fehler erkennt, den Patienten darauf aufmerksam macht und dieser aber nichts ändert. Jeden erkannten Fehler müssen Sie ganz konsequent bearbeiten und vermeiden. Sie müssen immer wieder darüber nachdenken, ob sich der Fehler wieder eingeschlichen hat. Ein wankelmütiges Handeln reicht hier nicht aus. Ein heute vermiedener und morgen wiederholter Fehler ist wie nie vermieden. Sie zeigen Ihrem Unterbewußtsein damit nur, daß sie noch nicht so weit sind. Erst wenn Ihr Unterbewußtsein erkennen kann, daß Sie reif sind für eine andere Zeit, kann es seine Symptome zurückziehen. Das aber bedeutet für Sie, daß Sie erst dann ganz gesund werden können, wenn Sie alle Ihre Fehler beseitigt haben und Ihr Unterbewußtsein erkennen kann, daß Sie richtig leben und auch richtig handeln.

Der Grund wäre also damit gegeben sein Leben von Grund auf zu ändern. Darum sollten Sie nun zum ersten und wichtigsten Schritt übergehen, der die meisten bei der Bewältigung ihrer Krankheit behindert. Sie zeigen sich nicht einsichtig. Sie sehen es nicht ein, daß sie krank sind. Das aber wiederum ist der Entscheidende Schritt der die ganze Handlungsmaschinerie in Gang setzt.

Machen Sie sich einmal ausführliche Gedanken über Ihren Zustand, Ihr Befinden und Ihrer Art zu leben. Seien Sie aber immer ehrlich sich selbst gegenüber und lügen Sie sich nicht in die eigene Tasche. Alles läßt nur einen einzigen Schluß zu: „Ich bin ein schwerkranker Mensch, der Hilfe braucht“. Dies müssen Sie als erstes einsehen um es dann auch „akzeptieren“ zu können. Wenn Sie zur Einsicht gekommen sind und das ganze auch akzeptiert haben erst dann können Sie zum Handeln übergehen. Die ersten Schritte für jeden Depressiven sind also:

„Einsehen - akzeptieren - handeln!“

Ohne diese drei Punkte geht gar nichts und sie müssen auch in dieser Reihenfolge eingehalten werden. Sie können niemals handeln wenn Sie nicht vorher eingesehen und dann akzeptiert haben, daß ein Grund für Handlungsbedarf vorliegt. Das ist leider ein Punkt den kein Mensch bei der Behandlung des Depressiven erwähnt und bis der Kranke von selbst darauf kommt vergeht wertvolle Zeit.

Arbeiten Sie also als erstes an diesen drei Punkten, solange bis Sie davon überzeugt sind, so daß Sie gar nicht mehr anders können als zu handeln. Damit haben Sie die schwerste Hürde hinter sich gebracht und können nun damit beginnen Ihr Leben neu zu ordnen bzw. neu lernen. Dann beginnen Sie mit den nächsten Punkten. Wobei hier die Reihenfolge keine so große Rolle mehr spielt wie oben. Bei den folgenden Punkten können Sie jederzeit an mehreren verschiedenen arbeiten, da diese sowieso nahtlos ineinandergreifen.

Setzen Sie sich mit dem Gedanken auseinander, daß Sie selbst die wichtigste Person im Leben sind nach dem Motto: „Ich bin wichtig, sonst keiner!“ Wer sich selbst wichtig nimmt, der schaut zu allererst auf sich selbst und dann erst denkt er an die anderen. Wer sich selbst wichtig ist, der braucht auch keine Bedürfnisse mehr zu kaufen, die er ja trotzdem nie bekommen hat. Sie müssen sich also zu einen kleinen Egoisten entwickeln. Menschen die sich selber wichtig nehmen haben mehr Selbstvertrauen und handeln deshalb auch anders als Menschen ohne Selbstvertrauen. Durch diese andere Handlungsweise wiederum bekommt man mehr Anerkennung und Respekt, dies wiederum bestärkt einem in den Bemühungen in Zukunft richtig zu handeln oder richtig zu leben.

Wie handelt bzw. lebt man richtig?

Dies ist auf der einen Seite relativ einfach, andererseits aber auch etwas schwierig. Einfach ist es in der Ausdrucksweise: „Der Mensch sollte so leben wie er es für richtig hält und nicht so wie es die anderen von ihm erwarten!“ Das schwierige daran ist es, daß man sich im Laufe der Zeit angewöhnt hat so zu leben wie es uns die anderen zugestehen. Wir handeln deshalb sehr oft aus alter Gewohnheit heraus, ohne daß wir uns dessen bewußt werden. Diese Gewohnheiten müssen Sie ablegen und durch neue, bessere ersetzen. Das heißt im Klartext: „Sie müssen sich umerziehen“.

Stellen Sie sich einfach vor Sie sind ein Kind von ca. fünf Jahren das Sie erziehen müssen und handeln Sie entsprechend. Sie sind im gegenwärtigen Zustand zwei Personen in einer - Sie und Ihr Kind. Lernen Sie Ihrem Kind das Leben und erziehen Sie sich so, daß Sie ein Leben nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen führen können. Nehmen Sie sich die Zeit und überlegen Sie sich einmal sehr ausführlich was Sie eigentlich wirklich vom Leben erwarten und was Ihre ganz persönlichen Ziele sind. Am besten halten Sie die Ergebnisse schriftlich fest. Setzen Sie sich aber nur solche Ziele, die auch erreichbar sind und teilen Sie die hochgesteckten Ziele in mehrere kleinere Etappenziele auf. Arbeiten Sie dann kontinuierlich auf diese Ziele hin und lassen Sie sich dabei nicht durch andere Menschen vom Weg abbringen.

Genauso wie ein richtiges Kind wird Ihr inneres Kind versuchen den unangenehmen Dingen aus dem Weg zu gehen. Was ein Kind tun muß um etwas bestimmtes zu bekommen, das lernt es schon in den ersten Lebenstagen. Ihr inneres Kind weiß es ebenfalls und das müssen Sie in Ihrer Erziehung berücksichtigen. Als Depressiver kennen Sie das Problem mit der Kraftlosigkeit und den täglichen Kämpfen um die banalsten Dinge, dazu brauche ich Ihnen sicher nichts erzählen. Hier sollten Sie eines berücksichtigen, Wenn Sie sich irgend etwas vornehmen dann müssen Sie es auch unter allen Umständen einhalten. Sie dürfen sich dann nicht sagen: „Heute geht es mir so schlecht deshalb mache ich es nicht“. Das ist ein gefundenes fressen für Ihr Kind denn es sammelt eine Erfahrung nach der es künftig handeln wird. Es wird immer wieder dafür sorgen, daß es Ihnen bei bestimmten Erledigungen schlecht geht, so daß Sie es lieber gleich lassen. Dem müssen Sie vorbauen indem Sie alles was Sie sich vornehmen auch wirklich zu diesem Zeitpunkt ausführen, egal wie schlecht es Ihnen geht. So sammelt Ihr Kind die Erfahrung, daß Sie es auf alle Fälle durchziehen. Aufgrund dieser Erfahrung stellt es seine Bemühungen im Laufe der Zeit langsam ein.

Der „Glaube“ ist ein sehr wichtiger Faktor für Ihre Erfolge. Damit ist nun aber nicht der Glaube an Gott gemeint sondern der Glaube an die Sache selbst. Alles was Sie ernsthaft glauben können Sie auch erreichen. Der geringste Zweifel läßt Sie unweigerlich scheitern. Darum: Nehmen Sie sich nur solche Dinge vor an die Sie auch wirklich glauben können. Beginnen Sie mit Kleinigkeiten und schaukeln Sie sich langsam hoch. Mehrere kleine Erfolge tragen dazu bei, daß Sie relativ schnell zu den erforderlichen Erfolgserlebnissen kommen und das wiederum beweist Ihnen die Richtigkeit der Methode und bestärkt Sie. Wenn irgendwelche Zweifel an einer Sache auftauchen ist es besser Sie brechen gleich ab und beginnen mit etwas anderem, denn Sie würden Ihr Ziel niemals erreichen. Es sei denn, Sie können durch entsprechendes Umdenken oder durch andere Sichtweisen, den nötigen Glauben finden. Gehen Sie dabei aber nicht einfach her und brechen sang und klanglos ab. Sagen Sie sich ganz bewußt: Dieses Ziel ist mir momentan nicht so wichtig wie das Ziel...., und deshalb stelle ich dieses Ziel einfach zurück.

Dieses bewußte Zurückstellen ist für Ihr Unterbewußtsein (Ihr Kind) sehr wichtig, da es sonst einen Sieg für sich verbuchen könnte und das würde sich auf seinem Erfahrungskonto für Sie negativ niederschlagen. Diese Erfahrung würde Ihnen zukünftig immer wieder Steine in den Weg legen und Sie am Weiterkommen hindern.

Wie Sie unschwer erkennen können, müssen Sie Ihre Denke grundlegend ändern. Falsches Handeln oder Reagieren entsteht durch falsches Denken. Sie selber können nichts dafür denn diese falsche Denke wurde Ihnen anerzogen. Es ist nun Ihre Aufgabe, diese falsche Denke zu ändern. Es ist dabei vollkommen gleichgültig ob das was Sie denken richtig oder falsch ist. Sie müssen Ihre Meinung, immer und überall, vertreten. Einen Fehler kann man später immer noch revidieren. Sie können eine Diskussion z.B. damit beenden indem Sie sagen: “Das was du sagst kann vielleicht schon stimmen aber ich denke trotzdem so wie ich sagte darüber”. Sie müssen das durchsetzen was Sie tun möchten und dürfen nicht immer nach der Pfeife der anderen tanzen.

Wenn Sie zu dem Thema „richtige oder falsche Denke“ mehr wissen möchten, dann kann ich Ihnen das Buch - Das Schicksal des Menschen ist seine eigene Denke - empfehlen. Dieses Buch befaßt sich sehr ausführlich damit, wie Sie aufgrund Ihrer Denke leben. Es zeigt Ihnen die Fehler auf, die der Mensch in der Regel macht und gibt Ihnen wertvolle Tips und Hinweise darüber, wie Sie diese Fehler vermeiden können. Es zeigt Ihnen, wo Sie ansetzen müssen wenn Sie wirklich ein Leben nach den eigenen Wünschen führen möchten. Dieses Buch ist nicht nur für dem Depressiven eine gute Hilfe sondern auch für alle anderen Menschen, die mit ihrem Leben nicht ganz zufrieden sein können. Mit Hilfe dieses Buches kann jeder Mensch ein zufriedenes und harmonisches Leben führen, so ganz nach seinen eigenen Vorstellungen.

Sie wissen was ein „Pantoffelheld“ ist. Diesen Ausdruck kennt jeder und jeder belächelt einen solchen. Teilweise wird sogar sehr abfällig darüber gesprochen. Kein Mensch hat vor einem Pantoffelhelden Respekt und das wird einem auch sehr offensichtlich gezeigt. Wo aber liegt der Unterschied zwischen einer Person die Zuhause nichts zu sagen hat und tut was man ihm aufträgt und einer die draußen im Leben nichts zu sagen hat und ebenfalls tut was die anderen wollen. Es gibt keinen Unterschied. Beides sind sogenannte Pantoffelhelden und werden niemals ihre Ziele erreichen können denn sie müssen immer mit dem vorlieb nehmen was ihnen die anderen zugestehen. Denken Sie über diese Worte einmal gründlich nach und handeln Sie entsprechend. Sie werden feststellen können, daß es wesentlich mehr Pantoffelhelden gibt als man bisher glaubte. Denn die Menschen, die das Leben führen das ihnen die anderen zugestehen sind zwar auch mehr oder weniger Pantoffelhelden, aber sie werden nicht in dieser Kategorie eingestuft.

Lernen Sie „Nein“ sagen. Es gibt kein Gebot der Höflichkeit oder des Anstandes das uns vorschreibt immer und überall „Ja“ zu sagen. Sagen Sie ab sofort immer nur dann ja wenn Sie es auch wirklich so meinen. Keiner wird Ihnen den Kopf abreißen wenn Sie einmal zu etwas nein sagen. Im Gegenteil, man wird Sie besser achten wenn Sie Ihre Meinung sagen. Diese Achtung wiederum stärkt Ihr Selbstvertrauen. Sicher wird es Ihnen auch einmal passieren, daß sich der Eine oder Andere, sang und klanglos, verabschiedet. Hierzu kann ich Ihnen nur eines sagen. Auf solche Freunde können Sie getrost verzichten. Solche Menschen sind nicht um ihretwillen bei Ihnen sondern nur weil sie irgendeinen Vorteil für sich sehen. Die wären spätestens dann sowieso gegangen, sobald dieser Vorteil nicht mehr gegeben wäre. Nur diejenigen, die Ihr Nein akzeptieren, sind um ihretwillen bei Ihnen. Von denen werden Sie geachtet und von denen bekommen Sie auch die erforderliche Unterstützung die Sie im Leben brauchen.

Wenn Sie Ihre Denke diesbezüglich ändern, werden Sie feststellen, daß Sie mit Ihren Mitmenschen viel besser auskommen als je zuvor. Um die eigene „falsche Denke zu ändern, müssen Sie ehrliche und offene Kommunikation mit sich selber betreiben. Sie müssen Ihre Denkfehler ergründen und beseitigen. Was für Sie selbst zählt das gilt natürlich selbstredend auch für den Umgang mit den anderen Menschen.

Wenn Sie eine Einladung angenommen haben und Sie bemerken plötzlich, daß Sie dies eigentlich gar nicht gewollt haben dann sagen Sie ab. Aber bleiben Sie bei Ihrer Absage ehrlich und suchen Sie nicht nach einer fadenscheinigen Ausrede. Haben Sie keine Lust, dann sagen Sie schlicht und einfach, daß Sie heute keine Lust haben. Jeder, dem etwas an Ihnen liegt, wird Sie verstehen, wenn auch oft nicht sofort.

Fragen Sie sich einmal selber was Ihnen lieber ist, die Wahrheit oder eine Lüge. Wenn sich die anderen erst einmal daran gewöhnt haben, daß Sie generell die Wahrheit oder das was Sie denken sagen, dann werden die anderen Ihnen gegenüber auch ehrlicher. Alleine das wäre doch schon ein sehr erstrebenswertes Ziel, oder?

Was hat die Vorstellungskraft mit der Depression zu tun?

Ein weiterer Punkt den Sie beachten sollten, ist die Art und Weise wie Sie mit sich selbst reden. Die Menschen sagen zwar immer, daß mit dem nötigen Willen alles geht, das aber stimmt so nicht. Der Wille kann gegen die eigene Vorstellungskraft niemals bestand haben. Dazu ein kleines Beispiel:

Stellen Sie sich vor, daß vor Ihnen am Boden ein 20 cm breites und 10 Meter langes Brett liegt, über das Sie gehen sollen. Sicherlich werden Sie keinerlei Probleme sehen, dieses Brett zu überqueren. Nun aber nehmen wir das gleiche Brett und legen es in 50 Meter Höhe zwischen zwei Türme. Was glauben Sie werden Ihre Gedanken sein? Sicherlich werden Sie sich sagen das kann ich nicht, die Gefahr herab zu stürzen ist viel zu groß. Das Brett selber ist nicht schmäler geworden und trotzdem sehen Sie Probleme mit der Überquerung. Sie stellen sich also vor, daß Sie es nicht können (dieses Vorstellen ist die Vorstellungskraft) und deshalb können Sie es auch nicht. Denn alleine diese Vorstellung reicht dafür aus, daß Sie unweigerlich in die Tiefe stürzen würden wenn Sie es trotzdem versuchen würden. Ihr bester Wille würde Ihnen bei der ganzen Aktion nicht das geringste nützen.

Wenn der „Wille“ mit der „Vorstellungskraft“ in Streit gerät, dann wird der Wille immer der Unterlegene sein. Seiltänzer können sich nur deswegen auf dem dünnen Drahtseil bewegen, weil sie sich vorstellen, daß sie es können. Der Gedanke es nicht zu können taucht bei ihnen erst gar nicht auf. So aber verhält es sich in allen Lebensbereichen. Alles was Sie sich vorstellen zu können das können Sie auch. Eine meiner Lebensphilosophien war es immer schon: „Jeder Mensch kann alles, der eine etwas besser und der andere nicht ganz so gut“. Wenn Sie mit dieser Einstellung dem Leben begegnen, dann werden Sie keine Probleme mit dem Leben haben.

Mit dem Willen ist das Wörtchen „will“ sehr eng verknüpft. Dieses Wort sollten Sie aus Ihrem Wortschatz streichen und in Zukunft nicht mehr in den Mund nehmen. Sie haben Depressionen und sind somit schwerkrank. Es geht Ihnen schlecht und Sie haben zu nichts Lust. Sie müssen sich zu allem zwingen weil Ihnen nichts von der Hand geht. Sie führen einen täglichen Kampf mit sich selbst und sind dabei meist der Verlierer. Ihr inneres Befinden behält stets die Oberhand. Dieser tägliche Kampf hat Sie vermutlich schon sehr stark zermürbt. Vielleicht sind Sie sogar schon kurz vor der Aufgabe und Sie klammern sich an diese Zeilen als sogenannten letzten Versuch.

In so einem Zustand kann das Wort „will“ nur eines erreichen und das ist eine ganz logische Folgerung, der sich keiner entziehen kann. Wenn es Ihnen schlecht geht und Sie sagen „ich will das oder das tun“, was glauben Sie ist die Folge dieser Ausdrucksweise? Ganz automatisch hängen Sie an diesen Satz einen Nachsatz an der Ihnen die Entscheidung abnimmt. Sie sagen: „Aber ich kann nicht weil...“. Ich will fordert automatisch den Zusatz aber, sei es nun in Gedanken oder wörtlich. In Ihrem Zustand ist dieser Zusatz generell das nicht können weil es Ihnen ja so schlecht geht. Probieren Sie es ganz einfach einmal aus und Sie werden sehen, daß es gar nicht anders geht.

Ich könnte Ihnen an dieser Stelle, wie auch an anderen, sehr viele Fallbeispiele aufzählen aber ich persönlich halten nichts von diesen sogenannten Fallbeispielen. Diese Fallbeispiele untergraben die Eigeninitiative des Depressiven und verleiten ihn dazu, sich ein passendes auszusuchen und dementsprechend zu handeln. Das aber kann in meinen Augen zu keinerlei Erfolg führen, denn es gibt keine zwei genau gleichen Menschen mit den genau gleichen Gedanken und Anschauungen. Dies aber wäre erforderlich wenn so ein Fallbeispiel zu erfolgen führen sollte. Diese unzähligen Fallbeispiele sind eine amerikanische Gepflogenheit um die vorgestellte Theorie zu untermauern und zu beweisen. Ich aber will Ihnen nichts beweisen, denn das habe ich nicht nötig. Ich will Ihnen eine Hilfestellung geben mit der Sie der Depression entfliehen können und wenn Sie diese Hilfestellung beim Schopf packen und entsprechend reagieren, dann erfahren Sie etwas viel besseres. Sie erfahren den Beweis der Richtigkeit meiner Theorie am eigenem Leib. Allerdings will ich Ihnen nicht verschweigen, daß es seine Zeit dauert bis sich die ersten Erfolge einstellen werden.

Sie müssen sich auf darauf einstellen, daß es zu sogenannten Erstverschlimmerungen kommen wird, wie sie in der Homöopathie bekannt sind. Diese Erstverschlimmerungen sind ein gutes Zeichen, denn sie zeigen Ihnen, daß etwas in Bewegung geraten ist. Chronische Krankheiten müssen erst in einen akuten Zustand gebracht werden ehe sie geheilt werden können und eine Depression ist mit einer chronischen Krankheit durchaus zu vergleichen da die Voraussetzungen die eine Krankheit zur Chronischen Krankheit machen genau auf eine Depression zutreffen.

Denken Sie sich also nichts dabei, wenn es bei Ihnen zu einer solchen Erstverschlimmerung kommen sollte, wenn Sie sich an meine Ratschläge halten. Machen Sie unbeirrt weiter und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche: Ihre Gesundung. Denken Sie auch daran, daß es Ihr Kind oder Ihr Unterbewußtsein nicht gewohnt ist, daß Sie plötzlich anders reagieren und es wird eine Aktivität an den Tag legen, die sich mit einer Befindensverschlechterung auswirkt. Das ist ganz natürlich denn Ihr Kind hat Angst vor der eigenen Courage. Wenn Sie das ganze aber zwei, dreimal praktiziert haben dann wird es meist zu keinen Verschlechterungen mehr kommen. Je nach Schwere und Dauer der Depression kann das natürlich variieren aber in meinen großen Bekanntenkreis unter den Depressiven war es bei fast allen nach dreimal vorbei.

Ähnlich wie mit dem Wort „will“ verhält es sich mit allen Wörtern die der Befehlsform entsprechen wie z.B. „muß“. Im Naturell des Menschen liegt es, daß er sich von Natur aus gegen alle Befehle innerlich sperrt. Egal ob er ihn anschließend befolgt oder nicht. Es kommt zu allererst eine ablehnende Haltung, ein innerer Widerstand. Die meisten Befehle werden mit Widerwillen ausgeführt. Der Depressive, dem es ja schlecht geht greift diesen Widerstand mit Handkuß auf und wehrt sich dagegen. Automatisch handelt er also gegensätzlich. Es kommt ebenfalls zu dem Zusatz: „Ich muß... aber ich kann ja nicht weil ich krank bin oder weil es mir gerade so schlecht geht.

Es gibt einen ganz einfachen Trick, wie Sie diesen Problemen aus dem Weg gehen können.

Sagen Sie statt:

Ich will zu der Party gehen, aber....  -  ich „werde“ zu dieser Party gehen!

Ich muß jetzt Kochen, aber...           - ich „werde“ jetzt kochen!

Sicher haben Sie sofort den Unterschied gespürt der in dem einzigen ausgetauschten Wort „werde“ liegt. Der Zusatz den „ich will“ fordert, der fällt bei „ich werde“ automatisch weg. Es gibt hier keine Reaktion weil die Grundvoraussetzung eine ganz andere ist. Bei „ich werde“ stellen Sie sich automatisch vor, daß Sie es können denn diese Vorstellung fordert dieses Wort. Der Grund nicht zu können taucht gar nicht erst auf.

Es ist nicht ausreichend wenn Sie die Denke ändern aber nicht entsprechend handeln. Sie müssen gleichzeitig auch das positive Denken lernen und positives Handeln praktizieren. Das heißt: „Sie müssen in allen Bereichen positive Aktivitäten entwickeln“. Es gibt nichts Schlechtes wo nicht auch etwas Gutes mit dran hängt, wie es auch nichts Gutes ohne Schlechtes gibt. Der Mensch neigt nun aber dazu, sich immer das Schlechte in den Vordergrund zu holen und das Gute geflissentlich zu übersehen. Ihre Aufgabe ist es nun, sich aus allen Dingen das Positive herauszusuchen und das Negative zu vergessen, so wie Sie es sonst umgekehrt gehandhabt haben.

Das stellt sich verständlicherweise nicht all zu leicht dar aber Sie müssen es immer wieder probieren. Mit der Zeit wird es Ihnen zur Gewohnheit werden und Sie werden automatisch nur noch das Positive sehen. Die meisten Probleme die der Mensch hat hat er sich selber geschaffen bzw. sie sind nie eingetroffen. Mark Twain sagte einmal im stark vorgerücktem Alter: “Ich bin ein alter Mensch geworden und ich hatte sehr viele Probleme. Die meisten von ihnen sind niemals eingetroffen“. Der Mensch neigt dazu, daß er aus einer Mücke einen Elefanten macht. So werden zu alltäglichen Bagatellen riesengroße Probleme. Meist handelt es sich bei diesen Problemen um Dinge die noch in ferner Zukunft liegen, und diese Dinge werden mit denen der Vergangenheit verglichen. Was macht das für einen Sinn? Die Vergangenheit ist vorbei. Daran können wir nichts mehr ändern und die Zukunft liegt in weiter Ferne daran können wir heute noch nichts ändern. Sie leben jetzt und nicht gestern oder morgen. Das Heute ist wichtig und nichts anderes. Sie leben jetzt, genau in dieser Sekunde und nur in dieser Sekunde können Sie Ihr Leben ändern. Das geht nicht gestern und auch nicht morgen. Das geht wirklich nur jetzt, genau in dieser Sekunde. Sagen Sie deshalb nie mehr: „Ab morgen wird alles anders“, oder „ab morgen beginne ich alles ganz anders“. Wenn Sie etwas ändern möchten, dann müssen Sie es immer sofort tun und nicht später. Bis später kann noch so viel passieren, so daß Sie später ganz andere Aufgaben zu erledigen haben. Denken Sie darüber einmal genau nach und leben Sie entsprechend.

Was macht es für einen Sinn, wenn Sie sich heute um Dinge Gedanken machen die erst in einem halben Jahr aktuell sind. Bis dahin treten noch so viele Ereignisse in Ihr Leben, die dieses Problem automatisch lösen bzw. es sich in Luft auflösen lassen. Das einzige was Sie also erreichen können ist es, daß Sie wichtige Kräfte vergeuden, die Sie jetzt für etwas anderes viel dringender brauchen könnten. Probleme wälzen kostet uns keine körperliche Kraft sondern geistige, seelische Kräfte. Zwischen diesen beiden Kräften gibt es einen gravierenden Unterschied. Körperliche Kraftlosigkeit können Sie durch eine kurze Rastpause wieder ausgleichen und Sie sind wieder fit. Seelische Kraftlosigkeit können Sie nicht durch eine Rastpause ausgleichen. Das Aufladen des seelischen Akkus dauert wesentlich länger als die des körperlichen Akkus. Denken Sie daran und gehen Sie mit Ihren seelischen Kräften sparsam um und setzen Sie sie sinnvoll ein.

Die Grübelsucht

Als Symptom der Depression könnte man die „Grübelsucht“ oder sogar den „Grübelzwang“ bezeichnen. Es gibt keinen Depressiven der nicht dem Grübelzwang verfallen ist. Das Grübeln an sich wäre nicht schlecht wenn es in die richtige Richtung wäre. Leider ist das nie der Fall denn der Depressive grübelt immer um das „Warum“ und nicht über das „Wie komme ich raus“. Sie können darüber nachspekulieren solange Sie wollen, Sie werden niemals dahinter steigen was heute an Ihrem schlechten Befinden schuld ist oder warum es noch nicht besser ist usw. In der Regel spielen sehr viele Kleinigkeiten seine Rolle an Ihrem Befinden und die können Sie nicht ergründen. Selbst wenn es nur ein einziger Punkt sein sollte ist die ganze Grübelei umsonst. Was nützt es Ihnen z.B. wenn Sie herausfinden, daß der vielleicht gerade herrschende Sturm dafür sorgt, daß es mit Ihrem Befinden abwärts geht. Sie können nichts daran ändern. Beruhigen wird es Sie auch nicht, denn wenn Sie z.B. diese Erklärung gefunden haben tauchen schon die ersten Zweifel auf. Ist es wirklich der Sturm oder vielleicht doch etwas anderes.

Ich weiß, daß es nicht einfach sein wird aus seiner alten Gewohnheit auszubrechen aber irgendwann müssen Sie damit anfangen und der beste Zeitpunkt dafür ist jetzt. Sie Leben jetzt und nicht morgen. Darum können Sie auch nur jetzt etwas ändern und nicht morgen. Sobald Sie also merken, daß Sie ins Grübeln kommen sollten Sie ganz bewußt Ihre Gedanken in andere Bahnen lenken z.B. mit: „Ich bin krank und es ist ganz natürlich, daß ein Kranker Beschwerden hat, diese Beschwerden gehen vorüber und es gibt keinen Grund dafür nachzudenken warum es mir jetzt schlecht geht“. Mit solchen Worten sollten Sie zu einen anderen Thema überwechseln. Dabei sollten Sie sich diese Worte nicht nur Denken sondern zumindest halblaut vorsagen. Alles was der Mensch hört wirkt viel besser als wenn er sich nur etwas denkt. Ein weiterer Aspekt ist es, daß der Mensch von seinen Gedanken, die er gerade führt, sehr leicht abschweifen kann und somit von dem positivsten Gedanken zum Grübeln zurückkommen kann. Gesprochene Worte lassen es nicht zu, daß man an etwas anderes Denkt als an das was man gerade sagt. Deshalb können Sie in diesem Moment auch nicht abschweifen und zum Grübeln zurückfinden. Gesprochene Worte erleichtern es uns auch, daß wir uns eine bildhaftere Vorstellung machen können und die wiederum wirkt in unserem Unterbewußtsein viel besser als irgendwelche Gedanken.

Sie haben nun eine ganze Menge über die Depression gelernt und wenn Sie das ganze auch umlegen und entsprechend handeln, dann sind Sie auf dem besten Weg. Einen sehr wichtigen Punkt gibt es allerdings noch, den Sie beherzigen müssen. Achten Sie sehr genau auf die Worte, die Sie so im laufe des Tages aussprechen.

Ihr Unterbewußtsein handelt immer nach dem was Sie sagen, denken und natürlich auch glauben. Wenn Sie sich den ganzen Tag lang mit Aussagen wie: „Das kann ich nicht“, „das geht nicht“ usw. füttern, dann können Sie sich selber ausrechnen was unweigerlich die Folge solcher Worte sein wird. Richtig, Sie können es nicht denn Sie suggerieren es sich ja selber und glauben auch daran. Wenn Sie sich zum Beispiel sagen: „Die anderen verstehen mich nicht“ dann hat das für Sie weitreichende Folgen. Jede noch so winzige Kleinigkeit im Leben wird von unserem Unterbewußtsein gesteuert, so auch unsere Worte. Wenn Sie nun also sagen, daß Sie die anderen nicht verstehen, dann legt Ihnen das Unterbewußtsein auch solche Worte in den Mund, daß Sie die anderen gar nicht verstehen können. Das ganze nur weil Sie sich aufgrund Ihrer eigenen Suggestion die falschen Worte in den Mund legen lassen.

Sie haben sicherlich selber schon des öfteren die Erfahrung gemacht, daß Sie etwas sagen wollten und ganz unvermittelt ist Ihnen der Faden gerissen. Sie wußten plötzlich nicht mehr weiter oder es ist ganz etwas anderes heraus gekommen als Sie eigentlich sagen wollten. Dafür ist niemand anderes als Ihr Unterbewußtsein verantwortlich. Ihr Unterbewußtsein weiß, daß es ein Fehler gewesen wäre wenn Sie es, so wie ursprünglich gedacht, ausgesprochen hätten und getreu ihrer Aufgabe, uns zu behüten und zu beschützen, wurde dieser Fehler unterbunden.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß Sie jetzt zumindest leichte Zweifel hegen. Dazu kann ich Ihnen aber auch sagen, daß ich es auch nicht sofort glauben konnte. Auch ich brauchte meine Zeit denn ich suchte erst nach einigen Bestätigungen, die diese Theorie untermauern konnten. Auch ich selbst stand einmal ganz am Anfang und mußte genauso lernen wie Sie jetzt lernen müssen. Wenn Sie allerdings logisch darüber nachdenken, können Sie es sicherlich nachvollziehen.

Positives Denken

Das „positive Denken“ ist ein sehr wichtiger Faktor im gesamten Leben des Menschen. Die wenigsten handeln danach und wundern sich immer wieder, daß ihr ganzes Leben von negativen Ereignissen überschattet wird. Sie sehen die anderen, denen alles gelingt, mit neidischen Augen an und wundern sich darüber, warum die so viel „Glück“ haben und sie selber keines. Auf die Idee, daß es am eigenem Verhalten liegt, kommt sehr selten einer, denn es macht sich keiner die richtigen Gedanken über seine Situation.

Eine Gruppe der Menschheit, könnte man sagen, hat das negative Denken zu seinen Hobby gemacht. Sie pflegen es mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Sie können gar nicht anders als jedes Ereignis von der Negativen Seite zu betrachten. Das geht oft so weit, daß sie z.B. bei einem Lottogewinn von einer Million, darüber jammern weil sie nicht zwei oder drei Millionen bekommen haben. Das ist negatives Denken hoch drei.

Welche Gruppe ich meine wird Ihnen sicherlich längst klar geworden sein. Es sind die Depressiven. Sie können gar nicht anders, denn aufgrund einer falschen Erziehung und der daraus stammenden Erlebnisse, sind so viele negative Dinge eingetreten, daß das positive, wenn es wirklich einmal kommen sollte, glatt übersehen, also nicht mehr registriert wird. Diese, in der Regel anerzogene Denkweise, trägt seinen Teil zur Entstehung einer Depression bei. Wer seine Depression besiegen will, der muß unter anderem seine Denke ändern.

Er muß in die positive Richtung kommen. Fast jeder Denkt doch, daß er derjenige ist, den es am allerschlechtesten geht, daß kein zweiter Mensch auf dieser Welt so leiden muß wie er. Die vielen ebenfalls stark leidenden Menschen, die ihm über den Weg laufen, übersieht er glatt. Auch eine eintretende leichte Besserung seines Befindens erkennt er meist nicht. Und wenn doch, dann gibt ihm das keine Hoffnung, sondern er jammert weil es nicht noch besser geworden ist.

Wer hier jedoch aufgrund positiver Denke in der Lage ist, das richtige zu erkennen, der kommt damit einen ganzen Schritt weiter. Der nämlich ist froh darüber, daß eine leichte Besserung eingetreten ist und erkennt somit auch, das ein Aufwärtstrend möglich ist.

Jede Depression ist heilbar und es bleibt nicht das geringste zurück. Das kann man dem Depressiven gar nicht oft genug sagen. Aber er muß seinen Teil dazu beitragen. In die Ecke setzen und auf ein Wunder warten, das funktioniert nicht. Das Medikament das eine Depression heilen kann gibt es ebenfalls nicht, wenn es auch immer wieder gerne so dargestellt wird. Alles kann nur als Unterstützung betrachtet werden, damit der Kranke an sich arbeiten kann. Denn es ist nicht wenig was der Depressive leisten muß. Nicht nur die Medikamente unterstützen es, das Unterbewußtsein trägt ebenfalls seine Teil dazu bei. Es sorgt dafür, daß der Betroffene eigentlich nichts tun kann, als dazusitzen und zu denken. Die meisten Depressiven haben als eines der Hauptsymptome, eine extreme Kraftlosigkeit, die sie zum Stillhalten zwingt. Den wahren Grund für diese Kraftlosigkeit erkennen die meisten nicht. Sie versuchen in der Anfangszeit, das ganze zu kompensieren, sie reißen sich zusammen, solange es irgendwie geht. Wenn sie dann wirklich nicht mehr können und ruhen müssen, fangen sie auch an zu denken. Allerdings in die falsche Richtung. Ihr Denken wird zur Grübelei und es entwickelt sich langsam eine direkte „Grübelsucht“ oder ein „Grübelzwang“, dem sie sich nicht entziehen können.

Wenn der Depressiv kraftlose etwas tun müßte, sitzt er in der Regel schon ein bis zwei Stunden da und kämpft gedanklich mit der Sache. Er weiß, daß er das tun sollte und sagt im gleichen Moment: “Ich kann aber nicht, ich muß aber, doch es geht nicht, ich komme nicht darüber hinweg aber ich werde es nicht schaffen“. So setzt sich dieser innerliche Gedankenkrieg eine ganze Zeitlang fort und kostet dem Depressiven so viel Kraft, wie ihn die Arbeit wahrscheinlich auch kosten würde. Wenn er sich dann endlich dazu durchgerungen hat, es doch in Angriff zu nehmen, hat er seine, zur Verfügung stehende, Kraft längst verbraucht. Solche Kämpfe sind täglich, mehrmals, zu führen und haben natürlich eine nicht zu übersehende Wirkung. Man suggeriert sich selber, daß man es nicht kann oder schafft. Das Unterbewußtsein handelt entsprechend und man kann es letztendlich wirklich nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen erledigen.

Wenn man seine Zeit damit vergeudet sich zu suggerieren, daß man etwas nicht kann, dann könnte man diese Zeit doch wenigstens dazu nützen, sich zu suggerieren, daß man es kann und das es gar nicht so schwer ist. Positives Denken erfordert nicht mehr Kraftaufwand wie negatives Denken. Nur das herauskommende Ergebnis ist anders. Welches davon aber für Sie besser sein dürfte, brauche ich Ihnen sicherlich nicht zu sagen. Mir ist es schon klar, daß das Ganze nicht ganz so einfach vonstatten geht wie es hier steht. Schließlich wurde es Ihnen ja so anerzogen und Sie haben es als Gewohnheit übernommen. Das aber wiederum bedeutet für Sie, daß Sie sich in diesem Punkt „Umerziehen“ müssen. Sie müssen es erst wieder lernen, positiv zu denken, statt negativ. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber Sie müssen heute damit anfangen. Sie wissen ja: Der einzige Augenblick, wo man was in seinem Leben ändern oder beeinflussen kann ist „Jetzt“.

Was Sie dabei beachten müssen und wie Sie am besten vorgehen, das will ich Ihnen im folgendem etwas näher bringen. Eine sehr ausführliche Dokumentation darüber finden Sie in meinen Büchern die ich auf meiner Page zum Kauf anbiete. Das ganze Thema einigermaßen ausführlich zu erklären, würde den Rahmen einer Homepage sprengen, so daß ich hier nur das Allerwichtigste aufführen kann.

Genügend Depressive kämpfen seit Jahren mit ihrer Depression und versuchen alles Mögliche um ihr zu entfliehen. Arztbesuche, Therapie, Selbsthilfegruppen und Internetsurfen sind nur einige der Beispiele, die der Depressive unternimmt um Hilfe zu finden. Es gibt dann auch genügend Tips und Ratschläge, die einem auch weiterhelfen, doch den ersehnten Erfolg bringen sie dann doch nicht. Warum? Weil es am wichtigsten fehlt, und das ist die eigene Denke und die eigene innere Einstellung. Wenn ich zwar einen Punkt eliminiere aber gleichzeitig einen anderen, aufgrund falscher Denke, in mich hinein lasse, kann keine wesentliche Besserung eintreten. Letztendlich tausche ich ja nur einen Punkt mit dem anderen aus. Das aber muß der Depressive verhindern, indem er ab sofort nur noch positiv denkt. Lernen Sie das „Positive Denken“ und Sie werden sehen, daß sich mit der Zeit auch alles zum positiven wendet.

Wie funktioniert positives Denken?

Positives Denken ist den Menschen eigentlich angeboren. Von Grund auf kann es also jeder Mensch auf dieser Erde. Die Erziehung und das ganze Umfeld sorgt allerdings bei sehr vielen Menschen, speziell in den sogenannten Wohlstandsländern, dafür, daß sie es im laufe der Zeit verlernen. Dazu kommen dann noch die vielen Schreckensmeldungen, die wir tagtäglich zu hören bekommen, Krieg hier, Lawine da, Zugunglück dort usw., die uns durch die Bank negatives suggerieren. Eigentlich kann man fast gar nicht anders als zu der Überzeugung zu kommen, daß es nur noch negatives gibt auf dieser Welt. Solche Nachrichten, die wir ja täglich zig-fach hören müssen, zeigen uns immer wieder negatives und das positive wird meist verschwiegen. Es ist also kein Wunder, wenn die ganzen Umwelteinflüsse, die auf uns einstürzen, für eine negative Denke sorgen.

Das aber müssen wir ändern indem wir dagegen ansteuern und es wieder lernen „Positiv“ zu denken. Nur dann können wir einer positiven Zukunft entgegen steuern. Besonders der Depressive aber auch alle anderen, die psychische Probleme haben müssen zum positiven Denken zurück finden. Nur dann können sie dem Teufelskreis entfliehen in dem sie sich befinden.. Das Grundprinzip ist eigentlich sehr einfach, das Umlegen dagegen schon etwas schwerer.

Das positive Denken besteht aus mehreren Teilen, die ineinander greifen. Es nützt nichts wenn Sie einen oder zwei Punkte davon beherzigen und die anderen außer Acht lassen. Sie müssen alle Punkte gleichermaßen beachten und entsprechend handeln. Man könnte das positive Denken als System betrachten, welches auch nur als geschlossene Einheit funktioniert.

Die Grundregeln zum positiven Denken

Positiv Denken bedeutet, im Wissen um die Macht der Gedanken, in jeder Lebenssituation, die eigenen Gedanken und Gefühle immer auf das gewünschte Ergebnis zu konzentrieren!

Die Lehre vom positiven Denken beruht auf der Erkenntnis, daß unser ganzes Denken von innen nach außen wirkt. Die Ereignisse und Umstände, die in unser Leben treten, werden im wesentlichen durch unsere eigenen innersten Gedanken und Gefühle bestimmt.

Entscheidend für den Erfolg des positiven Denkens ist die innere Überzeugung. Wenn Du deine Übungen machst, positive Gedanken und Vorstellungen produzierst und nicht daran glaubst, daß sie eintreten werden, dann kann das gewünschte Ergebnis nicht erfolgen. Das ist ein sehr wichtiger Faktor, der auf alles zutrifft, was mit der Psyche und dem Unterbewußtsein zu tun hat. Erste Grundvoraussetzung ist generell der unerschütterliche Glaube an die Sache. Wenn Sie sich mit einen Gedanken, immer wieder, beschäftigen und daran glauben bzw. von der Sache überzeugt sind, dann geht der Gedanke ins Unterbewußtsein über. Das Unterbewußtsein handelt dann entsprechend dieser Gedanken. Es zieht Ereignisse in unser Leben, die für die Erfüllung unseres Wunsches wichtig sind.

So sieht das Positiv-System (von Manfred Czierwitzki; Fachbuchautor und Vorreiter in Sachen Positives Denken) aus:

P = Persönliche Verantwortung

O = Offene Kommunikation

S = Sorgfältige Zielformulierung

I = Imagination und Phantasie

T = Tatkraft und Ausdauer

I = Im jetzt leben

V = Völliges Vertrauen

 

P = Persönliche Verantwortung

Begreifen Sie, daß die Ursachen für Ihre persönlichen Lebensumstände in Ihnen selbst liegen. Alle Kräfte, die nötig sind, um Ihr Leben zum Positiven zu verwandeln, sind bereits in Ihnen vorhanden. Daher ist es unbedingt erforderlich, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Suchen Sie nicht länger die Ursachen oder die Schuld bei den anderen. Dort werden Sie nicht fündig. Suchen Sie immer bei sich selbst, denn Sie tragen an jeder Situation eine gewisse Schuld. Keiner kann Ihnen schlechtes, wenn Sie persönlich es nicht zulassen. Übernehmen Sie die persönliche Verantwortung und vieles wird sich in Luft auflösen.

O = Offene Kommunikation

Achten Sie darauf, daß Ihre Gespräche, was Sie sagen, mit Ihren Gedanken und Gefühlen übereinstimmen. Sie haben wie jeder Mensch, das Recht, alles auszusprechen, was mit Ihrem Innersten übereinstimmt. Wenn Sie negativ über einen anderen Menschen denken und versuchen, oberflächlich mit ihm auf „gut Wetter“ zu machen, so wirken dennoch Ihre inneren Gedanken und Gefühle. Die Kommunikation muß auch immer auf einer ehrlichen Basis geführt werden. Jede Lüge, und wenn sie noch so klein ist, wirft einem innere Probleme auf. Ihr Gegenüber handelt entsprechend Ihrer Lüge und das kann niemals Ihr innerstes Interesse sein. Bedenken Sie dabei nur einmal, wie Sie selbst reagieren, wenn Sie einen anderen dabei ertappen, daß er Sie belogen hat. Das was Sie selbst wollen, müssen Sie auch den anderen zugestehen. Nur so kann eine gesunde Basis entstehen.

S = Sorgfältige Zielformulierung

Das Unterbewußtsein verwirklicht am einfachsten ein präzise formuliertes Ziel, so daß der Aufgabe der sorgfältigen Zielformulierung besondere Bedeutung zukommt. Ein Ziel muß immer von der bereits erreichten positiven Verwirklichung her formuliert werden. Große Ziele sollte man in mehrere kleine Etappenziele aufteilen. Diese sind leichter zu erreichen und das sorgt für die besonders am Anfang sehr wichtigen Erfolgserlebnisse.

I = Imagination und Phantasie

Sprechen Sie die Sprache Ihres Unterbewußtseins und betreiben Sie täglich Entspannung, Imagination und kreative Visualisierung.. Sehen Sie sich in Ihrer Phantasie, mit Hilfe Ihrer Vorstellungskraft, bereits am Ziel, werden alle Kräfte Ihres Geistes die erwünschten Umstände in Ihr Leben ziehen. Sie denken jetzt vermutlich, daß das nicht funktionieren kann, weil das Unterbewußtsein nicht in der Lage ist bestimmte Ereignisse einfach ins Leben zu ziehen. Denken Sie nur einmal zurück. Wie viele Dinge sind Ihnen schon passiert, wo Sie sich im Nachhinein über die seltsamen Umwege gewundert haben, die eingetreten sind, um etwas bestimmtes zu erreichen. Diese Umwege sind oft erforderlich um das Endziel zu erreichen und sie werden vom Unterbewußtsein gesteuert.

T = Tatkraft und Ausdauer

Wenn Sie etwas tun können, um Ihr Ziel zu erreichen, so beginnen Sie tatkräftig mit der Ausführung und beweisen Sie Ausdauer bei auftretenden Rückschlägen. Manche Rückschläge kommen nur deshalb, weil es der falsche Weg war, den man eingeschlagen hat. Das Unterbewußtsein kann Ihnen aber nicht sagen: „Das ist falsch, Du mußt es so machen“. Also muß es sich einen anderen Weg einfallen lassen, um Sie aufmerksam zu machen. Die meisten Menschen bringen nicht die Kraft auf, den ersten und den letzten Schritt zu tun, die zum Erfolg nötig sind.

I = Im jetzt leben

Seien Sie sich bewußt darüber, daß der einzige Augenblick, der wirksam Ihr Leben verändern kann, das Jetzt ist. Konzentrieren Sie sich jetzt darauf, positives Denken zu praktizieren. Ihr Leben ist jetzt. Gestern ist vorbei und morgen ist ungewiß. Nur das jetzt kann man zu seinen gunsten beeinflussen.

V = Völliges Vertrauen

Glauben Sie fest daran, daß Ihr Geist über alle Fähigkeiten verfügt, die für ein positives Leben nötig sind. Vertrauen Sie völlig auf die Verwirklichung Ihrer Träume. Erwarten Sie das rechtzeitig eintretende Ergebnis in heiterer Gelassenheit. Jeder Mensch trägt alle erforderlichen Kräfte zur Lösung aller auf ihn zukommenden Schwierigkeiten in sich!

 

Das sind die Punkte des Positiv-Planes, an die Sie sich halten sollten. Beachten Sie dabei, daß die einzelnen Punkte nicht für sich alleine stehen, sondern ineinandergreifen. Es nützt Ihnen nicht das geringste, wenn Sie auch nur einen einzigen Punkt außer Acht lassen. Das Sie ein anderes Leben gewöhnt sind, geht das natürlich nicht so einfach wie ich es hier schreiben kann. Aber wenn Sie mit genügend Ausdauer daran arbeiten, kommen immer wieder Punkte hinzu, bis Sie alle Punkte beherrschen. Erwarten Sie bitte nicht, daß dieses System richtig funktioniert, solange Sie nicht alle Punkte beherrschen, auch wenn bei einigen Einzelpunkten bereits ein Erfolg eintreten sollte.

Fazit

„Du wirst das erleben, woran Du den ganzen Tag lang denkst! Nicht das, was Du dir wünscht, wirst Du erhalten. Nicht das was Du dir zum Ziel setzt und was Du für einige Minuten bedenkst, erhältst Du. Nein, das woran Du den ganzen Tag lang denkst, das ziehst Du an und das zieht Dich an. Und das macht Dein Leben negativ oder positiv”.

Das ist auch mit ein Grund, warum bei vielen Menschen das Autogene Training nicht funktioniert und nicht funktionieren kann. Wer es lernt, bekommt zu hören: Täglich, zwei bis dreimal üben und nach einer gewissen Zeit kommt das Ergebnis. So ist eigentlich überall die Erklärung. Welche Erfolge kann ich erreichen, wenn ich morgens und abends zwar denke, das geht gut, und den ganzen Tag dazwischen plagen mich die Zweifel und meine Gedanken kreisen um den Mißerfolg, der eventuell eintreten könnte. Da kann das ganze Autogene Training nichts helfen, es muß unweigerlich der Mißerfolg eintreten. Nur die Gedanken, die wir mit Aufmerksamkeit und Interesse einer bestimmten Sache widmen, werden mit Lebensenergie erfüllt und ziehen das entsprechende Ergebnis in unser Sichtfeld.

Beim Depressiven ist es eine ganz natürliche Reaktion, daß sich seine Gedanken zum größten Teil um das schlechte Befinden, um die Beschwerden, und daß es nicht besser wird drehen. Der Gedanke, daß es besser werden kann oder noch besser, daß es besser wird, keimt in den seltensten Fällen auf. Welches Ergebnis kann da unser Unterbewußtsein in unser Leben ziehen? Doch nur, daß es uns schlecht geht, und daß es nicht besser wird.

Alleine aus diesen Überlegungen heraus kann es dem Depressiven nicht all zuviel nützen, wenn er zwar seine Probleme verarbeitet, aber seine Denke, seine innere Einstellung aber nicht ändert. Es ist zwar vollkommen klar, daß das positive Denken nicht von heute auf morgen funktionieren kann. Aber wie heißt es in einer Bierwerbung so schön: „Nicht immer, aber immer öfter“. Genauso wird es Ihnen ergehen, wenn Sie nun damit beginnen das negative Denken abzulegen und sich das positive Denken anzugewöhnen. Beweisen Sie Tatkraft und Ausdauer, und Sie werden relativ bald die ersten guten Ergebnisse zu spüren bekommen.

Wenn Sie hier eine ausführliche Erklärung möchten, so empfehle ich Ihnen mein Buch „Das Schicksal des Menschen ist seine eigene Denke“, das Sie auf dieser Page, bei mir bestellen können. Hier werden die genauen Zusammenhänge und die Hintergründe erklärt, die zum nötigen Verständnis erforderlich sind. Sie bekommen hier keine Anweisungen: „Machen Sie dies und machen Sie das“. Sie finden eine fundierte Erläuterung, wie der Ablauf des positiven Denkens vonstatten geht, und was dabei zu beachten ist. Es wird auch erklärt, wie der Mensch normalerweise reagiert und wie er statt dessen reagieren sollte. Diese Erklärungen können Sie dann auf Ihr eigenes Leben übertragen.

Wenn Sie spezielle Fragen haben, werde ich sie Ihnen gerne beantworten.

An dieser Stelle will ich Sie noch einmal darauf aufmerksam machen, daß all die Tips die ich Ihnen hier unterbreite nicht nur aus meiner eigenen Denke stammen. Alles ist sorgfältig erwogen und basiert auf den Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren, durch unzählige Gespräche mit Depressiven, sammeln konnte. Das Studium der entsprechenden Fachliteratur hat natürlich das seine dazu beigetragen sowie die Erfahrungen meiner Frau, die selbst viele Jahre an einer sehr schweren Depression erkrankt war und die gleichen Wege gehen mußte, wie Sie sie jetzt gehen müssen. All diese Quellen habe ich sorgfältig miteinander verglichen und abgestimmt.

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    erstellt am 25.04.2000 © Horst.Voll@t-online.de

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